Ewa von Machwerk

Zur Abwechslung habe ich mir eine Tasche genäht.

Eine Ewa von Machwerk. Ein Schnitt der mich sofort begeistert hat, eigentlich wie alle Taschenschnitte von der lieben Martina. Entweder schlicht mit tollen Details oder ungewöhnlich. Ich mag sie einfach alle.

Ewa ist eine schöne schlichte Tasche mit super Innenaufteilung. Sie ist recht zügig und problemlos zu nähen. Da ich so begeistert von den runden Karabinern bin und die echt noch nirgends so in der Ausführung gesehen habe, habe ich kurzentschlossen ein entsprechendes Set gleich mitbestellt. Vielen Dank für die tolle Idee und Qualität.

Verwendet habe ich einen wirklich gut abgelagerten Gobelin Stoff. Davon hab ich knapp 2m hier und eigentlich sollte er ne Reisetasche werden. Aber irgendwie hab ich das Projekt nie in Angriff genommen und mir mittlerweile eine tolle gekauft.

Vorder- und Rückseite

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Den Taschenboden und die Henkel habe ich aus Kunstleder gemacht. Dunkelgrau, einfach weil es besser zum Gobelin passte. Das Innere der Tasche ist recht schlicht in Petrol gehalten. Abgesetzt mit pinkfarbenen Reißverschluss.

Mit der Qualität des Kunstleders bin ich leider so gar nicht zufrieden. Es franzt und sieht jetzt schon unschön aus. Offenkantige Bearbeitung ist damit nicht möglich. Ich überlege ob ich das direkt noch austausche. Allerdings hab ich keinen Rest und müsste neukaufen. Mal überlegen

Innenfach

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Die Volumentaschen sind so eine tolle Idee. Platz für Stifte ist in der Mitte. Das Reißverschlussfach ist einfach toll. Dank zwei gegenläuftiger Zipper immer leicht zugänglich.

Die Vorderseite ziert ein weiteres Reißverschlussfach, innen wieder petrolfarben. Das Fach hat mich echt Nerven gekostet. Als ich die Tasche fertig gestellt habe, seh ich dort einen Faden und will den abschneiden. Und auf einmal löst sich alles und der Reißverschluss hält nur noch am Stylefix. Na toll. Also hab ich den Reißverschluss von außen bei fertiger Tasche mit der Hand angenäht. Irgendwie nicht so toll.

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Beim nähen der Tasche ergab sich nur ein klitzekleines Problem. Das Anbringen der Ösen ging nicht so leicht wie gedacht. Auch habe ich sie recht eng beieinander angebracht. So faltet sich meine Tasche nicht ganz so, ich mag das aber so.

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Die Henkel habe ich als Schlinge gefertigt und in die runden Karabiner eingehakt. Wie schon erwähnt, eignete sich das Kunstleder nur bedingt dafür und franst ganz schön aus. Es ist aber tragbar.

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Geschlossen wird die Tasche mit einem Magnetverschluss. Damit diese den Stoff nicht beschädigt oder der Stoff dort einreißt, habe ich den Stoff an der Stelle mit einem Filzgleiter verstärkt. Diese einfachen, die man auch unter Stühle macht. So sitzt der Magnetverschluss fest und kann auch genügend Druck aufbauen.

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Noch ein paar Bildchen

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Verlinkt auf Creadienstag und Handmadeontuesday.

 

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Creadienstag 16.9.2014 // Herbst-Arya

So endlich geschafft. Von Machwerk ist jetzt auch Arya bei mir eingezogen. Getreu dem Motto „Was lange währt, wird endlich gut“. Dabei stand das Projekt anfangs unter gar keinem so gutem Stern. Aber dazu später mehr.

Ayra ist genau meine Tasche. Sehr ungewohnte Form und genau die richtige Größe. Nicht ganz so groß wie die Zita, welche mich zur Zeit täglich bekleidet. Außen mit einer kleinen Reißverschluss-Tasche versehen und innen auch mit einer kleinen Tasche, so hat alles seinen Platz

So jetzt zum Projekt. Eigentlich wollte ich die Tasche aus rotem Leder machen. Ebendieses Leder, welches ist mir bei Leder Reinhardt gekauft hatte und hier schon gezeigt hatte. Und ich hab mir schon etwas Sorgen gemacht wie das mit dem Nähen wird. Bin zig mal drum rumgeschlichen und war schon beim Zuschnitt sehr nervös. Und dann kam die verhängnisvolle Reißverschluss-Tasche. Ich hab noch überlegt ob ich sie weglasse, weil ich nicht riskieren wollte, das Leder zu versauen, aber nein ich wollte sie. Soweit so gut. Ich alles nach Anleitung gefertig, sehr skeptisch ob das denn gelingen wird. Und es gelang natürlich nicht. Die Nähmaschine hopste warum auch immer und ich hab es nicht gleich gemerkt. Tja und somit war das Leder mit dicken fetten Löchern versaut. Ich hatte mir nämlich auch in den Kopf gesetzt, die Nähte mit beigen Zierfaden abzusteppen. Ergebnis entsprechend große Löcher. Ein Jammer. Ich natürlich erstmal alles in die Ecke geworfen.

So im Nachhinein fiel mir auf, dass ich den Reißverschluss ja auch hätte offen absteppen können. Leder franzt ja nicht aus. Aber nö…. Bis jetzt lag also Arya in der Ecke. Weil mir noch kein Mittel eingefallen ist, wie ich Leder retten könnte.

Ich hab lange überlegt was ich jetzt damit mache, Innentasche und alles war ja auch schon fertig. Und ich wollte doch so gern ne rote oder zumindest dunkelrote Tasche haben und es musste ne Arya sein. Also hab ich jetzt meine ganzen Stoffe durchgewühlt und tatsächlich dunkelroten sehr festen Jeans gefunden. Passt perfekt zu meinem olivem Parka. Also los.

Zugeschnitten war der Stoff schnell. Und da ich Innentasche und alles schon fertig hatte, ging die Tasche am Ende wie von selber. Ein schönes Projekt. Sehr flink und sehr effektvoll. Mir gefällt es.

Tragen werde ich Arya mit einem Schultergurt. Ich finde das einfach bequemer als so kurze Henkel. Die nächste bekommt dann Henkel.

Anders als in der Anleitung habe ich die Vlieseline auf die Innentasche gebügelt, aber das war der Tatsache geschuldet, dass ich eigentlich Leder verwenden wollte. Die Reißverschlusstasche ist etwas schmaler geworden, weil mein urprünglich geplanter Reißverschluss natürlich jetzt von der Farbe her nicht gepasst hat, also hab ich das verwendet was ich da hatte. Die Tasche bietet trotzdem noch genügend Platz.

Nicht ganz so zufrieden bin ich mit dem großem diagonalem Reißverschluss. Nicht mit der Verabeitung, nein im Gegenteil, die ist mir so gut wie noch nie gelungen. Aber mit der Farbe. Eigentlich habe ich geplant die Tasche mit messingfarbenen Verschlüssen zu versehen. Hätte glaub ganz gut zum herbstlichen Ton des Jeans gepasst. Da ich aber nur silberne D-Ringe hatte, musste ich umschwenken und habe den Reißverschluss aus farblich passenden Reißverschluss-Meterware genommen. Sieht auch ganz schick aus.

Die Bilder sind nicht ganz farbtreu. Das Rot geht eher ins bläuliche. So ein richtige Weinrot.

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So sieht sie von oben aus. Und natürlich auch von vorn mit Blick auf die Reißverschlusstasche

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Seitenansicht und silberne Verschlüsse.

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Die Innentasche ist aus Baumwolle mit Streublümchen. Blau als Außenstoff hätte sicherlich auch gut gepasst. Aber das passt dann nimmer zur Jacke. Die Ticks der Nähnerds

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Mehr Creadienstag wie immer hier. Ich bin gespannt welche tollen Sachen diesmal dabei sind.

Creadienstag 1.7.2014 // Zita als Windeltasche

Heute bin ich mal wieder beim Creadienstag dabei.

Genäht habe ich eine Tasche. Die Zita von Machwerk. Sie soll einer lieben Freundin als Windeltasche dienen.

Den Schnitt habe ich schon 2 Mal vernäht und finde ihn immer wieder großartig. (hier und hier) Einfach super universell. Wobei ich zugeben muss, so als normale Handtasche ist sie schon bissli zu groß, die Zita. Aber zum Glück lässt sich der Schnitt auch verkleinern.

Für meine „Windel“-Zita habe ich Stoff vom großen Schweden genommen. Der hat einfach die richtige Dicke. Kombiniert habe ich das Ganze mit Kunstleder. Boden und Seitenteile haben so einfach mehr Stabilität. Rotes Innenfutter ist die perfekte Farbkombination zum Außenstoff.

Damit in der Tasche nicht alles rumfliegt, habe ich noch zwei größere Taschen eingearbeitet. Durch einen Gummizug werden sie am Platz gehalten. Dazu eine kleine Tasche und eine Außentasche mit Reißverschluss.

Ich bin ja Fan von guten Materialien. Damit die Tasche auch Wertigkeit gewinnt, habe ich mich für schwere Wirbelkarabiner in Silber entschieden. Passen ganz gut zu dem silbernen Reißverschluss.

Gehalten wird die Tasche von Gurtband. Hier besteht die Möglichkeit den Gurt so kurz zu machen, dass man die Tasche um den Schieber hängen kann. Oder man verlängert den Träger so, dass sie auch bequem über die Schulter getragen werden kann. So ein kleine Würmschen braucht zwar ne Weile ne Windeltasche, aber nach der Zeit kann Zita sicherlich auch der Mama noch tolle Dienste leisten.

Ich muss zugeben, dass die Tasche nicht ganz perfekt ist. Ich mache irgendwie immer den gleichen Fehler und muss dann den Reißverschluss nochmal raus machen oder etwas rumwurschteln. Das ärgert mich immer unglaublich und ich frag mich wann ich das endlich begreife.

So genug davon. Hier jetzt endlich die Bilderflut. Viel Spaß

Von außen. Die großen „Kreise“ hab ich nach außen genommen. So sieht es bissli wie ein Kinderwagen aus. 

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Reißverschluss und Karabiner in größer, damit die Tasche auch festen Halt findet. Teilweise abgesteppt im Rot des Innenstoffes.

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Der Inneraum ist rot mit zwei zusätzlichen Innentaschen.  Damit zumindest das Meiste gut verstaut ist.

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Und so ist das alles auf die Reise gegangen.

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Mehr Kreatives zum Dienstag findet ihr hier – klick

Leder für Taschen und Co

Dank des Tipps von Griselda von Machwerk war ich heute bei Leder Reinhardt in Pfullingen und hab etwas Leder für Taschen und Geldbörsen gekauft.

Ein wahres Schlaraffenland sag ich euch. Leder in zig Farben und Dicken. Herrlich für alles was das Selber-Mach-Herz begehrt. Türkis, Rot, Grün, Braun, Beige usw. und vermutlich wird noch vieles davon bei mir einziehen.

In meinem Kopf rasselte und rasselte es und ich hab mir beim durchgehen überlegt, was ich alles noch nähen könnte. Vorrangig Taschen. Kann Frau bekanntlich nicht genügend haben. Passend dazu natürlich die Geldbörse.

In der Restekiste gibt bin ich zweimal fündig geworden. Blaues und rotes Leder. Schön weich, nicht zu dick. Perfekt für Arya von Machwerk und eine passende Grete.

Tja und dann ist da noch apfelgrünes weiches Rindsleder mitgekommen. Kann man immer daheim haben. Hehe

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Heute nähen wir eine Tasche

Und zwar keine x-beliebige, nein, eine von Machwerke. Die Tasche Thea hat es mir angetan und ruckzuck war das e-book mir und ich bereit für meine Tasche.

Fast bereit. Zuerst muss Stoff her und natürlich Nadeln. Ich plane nämlich mit Kunstleder zu nähen und auch für den Taschenkörper recht festen Stoff zu wählen. Geplant ist die große Tasche in zwei Versionen. Eine mit Klappe und eine mir Reißverschluss.

Ich bin natürlich ungeduldig und hab alles eingekauft. Aber was ist? Ich hab die Ledernadeln vergessen. Verdammt. Muss ich also nochmal los. *grummel*

So paar Tage später – Nadeln besorgt. Alles bereit und zurecht gelegt und jetzt fällt der Startschuss 🙂
Auf die Plätze! Fertig! Los!

So hier sieht es noch sehr geordnet aus. Wie schon geschrieben habe ich mich dazu entschieden, den Boden aus Kunstleder zu machen, den Taschenkörper und die seitlichen Träger aus festem Stoff und den Träger aus Gurtband.
Für meinen ersten Versuch ist es Variante Reißverschluss geworden.

Schnittmuster noch bereitgelegt und fertig.
Memo an mich selber. Es ist sehr sinnvoll die Anleitung vor dem Loslegen zu lesen. Es hilft ungemein. Aber so bin ich. Bei der nächsten Tasche wird es besser. Ganz davon abgesehen dass ich für die erste aufwändige Taschen eh mit Problemen gerechnet habe.

Wohoooo…Ich nähe Leder, okay Kunstleder.

Als es an die Henkel ging, hab ich vergessen, die vorher festzumachen. Somit hatte ich ein Problem und die Seiten wieder geöffnet. Jetzt sieht das natürlich etwas unglücklich aus. Zumal auch der Oberstoff irgendwie gern zum ausfransen neigt. Aber ich konnte das meiste retten.
Soweit bin ich auch mit meiner Maschine zufrieden. Aber bei ganz dicken Lagen Stoff hat sie schon ihre Probleme.

Ehe ich mich versah, war meine Tasche schon fertig. Ging im Prinzip ruckzuck. Und soweit bin ich zufrieden. Sie ist groß und stabil genug. Ich hab auch schon alles umgepackt und morgen darf sie schon mit auf Reise 😉

An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an machwerke, eine wirklich tolle Tasche, die sicherlich noch öfter nachgenäht wird.