Projekt Brot und Butter: Zwischenstand

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Ui. So schnell ging ein Monate vorbei. Schon sind wir beim Zwischenstand von Projekt Brot und Butter. Super toll initiiert und organisiert von Siebenhundertsachen.

Ich natürlich nicht, hab es direkt verschlafen bzw vernäht.

Ich muss zugeben, ich bin ich den letzten Wochen nicht so viel zum nähen gekommen. Ich habe mich aber beständig mit meiner Garderobe beschäftigt und versucht System reinzubringen. Das Style Bootcamp hat mir dabei extrem geholfen.

Bisher hab ich jede Menge Stoff gekauft und jede Menge Schnittmuster zugeschnitten. Aktuell bin ich dabei alles mögliche Zuzuschneiden. Das funktioniert ganz gut, während der kleine Kerl schläft. Wobei ich mir dafür jetzt einen Platz im Wohnzimmer gesucht habe. Im Nähzimmer ist jedes Mal Halligalli angesagt. Da will der kleine Kerl immer an die Nähmaschine. Am Liebsten „quiltet“ er. Haha…

Okay, damit mein Projekt Brot und Butter dennoch voran geht, habe ich etwas Upcycling betrieben. Ich hab mich mit dem Stapel der Sachen beschäftigt, für die ich auf den ersten Blick keine Verwendung habe. Und mich gefragt was mich daran stört. Nach eingehender Analyse kam da am Häufigsten die Farbe zum Vorschein. Nunja….Simplicol bietet Abhilfe. Kurzentschlossen habe ich mir überlegt was wäre eine schöne Farbe und habe alles mit Simplicol Schwarz gefärbt. Wohlwissend dass es vermutlich nicht schwarz wird.

Gefärbt habe ich ein graubraunbeiges Kaufshirt von E.., eine Strickjacke von Klamottenschweden und mein Petrolfarbenes Lindenshirt, welches diesen doofen Fehler im Stoff hatte.

Herausgekommen sind ganz brauchbare Sachen. Lindenshirt ist jetzt grün-blau-dunkel, Strickjacke ist in dunkelblau hervorgekommen und das braunirgendwas farbenes Strickteil hat sich schwarzbraun aus der Maschine getraut. Ganz passabel. Ich muss auch zugeben, dass ich mir bei sowas eher weniger den Kopf mache. Ich hab ja nix zu verlieren. Im schlimmsten  Fall das Geld für die Farbe.

Färbeaktion

Der Strickpullover in jetzt schwarzbraun passt sehr gut zu meinem neuen Hollyburn Rock in Version A. Der ist nämlich aus schwarzbraunen Fischgrätmuster. Wobei ich vermute, dass ich die Linke Seite außen trage. Aber was ehemals rechte Seite war, war mir zu gelblich.

Ups….nicht gebügelt.

HollyburnWarum mein Hollyburn nicht ganz so gerade im Saum ist, hab ich jetzt dank lieber Kommentare und Twitter gelernt. Ich hab ihn halt nicht aushängen lassen. Guter Hinweis, beim nächsten Hollyburn berücksichtige ich das.

Tja und sonst, ich stricke fleißig an Miette. Zum xten Mal und vermutlich wird sie dieses Mal zu groß, aber ich bin ehrlich gesagt nicht mehr in der Laune, das jetzt nochmal aufzuribbeln. Da stricke ich lieber eine Zweite. Ich weiß ja jetzt wie es geht.

Miette

Soweit bin ich also im Plan was meine Working Horses anbelangt. Lediglich der Jeansrock macht mir etwas Kopfzerbrechen. So richtig hab ich keine Lust ihn zu nähen. Auf der anderen Seite hätte ich aber gern einen. Kennt ihr dieses Dilemma? Ich muss mich glaub bissli aufraffen. Etwas Zeit ist ja noch. Und ein paar Oberteile fehlen auch noch.

MMM 2.3.2016 // Hollyburn von Sewaholic

MeMadeMittwoch und es ist tatsächlich was zum zeigen da. Und beide Teile sind auch im Rahmen von Projekt Brot und Butter entstanden.

Ich führe heute meinen neuen Hollyburn aus. Gefertigt aus schwarz-braunem Fischgrätmuster. Wobei ich die Linke Seite schöner fand und die auch als Rechte Seite trage.

Im Gegensatz zu meinem 1. Hollyburn Rock habe ich diesmal Version A genäht. Sie ist um einiges schmaler als Version C.

Und im Zuge von Projekt Brot und Butter und den Ergebnissen vom Style Bootcamp habe ich etwas experimentiert. Und zwar mit der Länge. Dieser Hollyburn ist um einiges länger als meine erste Version. Aber ich finde durch den schlankeren Fall passt das ganz gut.

Problemlos war der Rock allerdings nicht zu fertigen. Um nicht zu sagen, ich bin bald verzweifelt. Den Formbund hab ich zweimal gemacht. Da war eine falsche Einlage aufgebügelt. Trotz Rockabrunder, sind die Seiten immer noch kürzer als vorne und hinten. Und dieses doofe Futter will einfach nicht so wie ich will. Ehrlich. Futter ist mein natürlicher Feind, niemals wird es gleichmäßig lang und niemals werde ich ein wirklich tolles Futter zaubern können. Es ist zum Mäuse melken.

Oh und noch eine Frage an die Hollyburn Näher und Träger hier. Ist euer Rock vor dem Saum fertig stellen auch vorn immer so um einiges länger? Ich überlege schon ob ich was falsch mache.

Entgegen der Empfehlung von Sewaholic besitzt mein verwendeter Stoff schon eine Art Muster, das ist allerdings so feingliedrig, dass es nahzu perfekt passt. Ich finde den Effekt auch sehr hübsch.

Dazu trage ich mein geupcycletes Shirt. Ich habe ein Kaufshirt mit Simplicol gefärbt und später gekürzt. So passt es besser zu den Weiten Röcken. Es ist zwar nicht ganz perfekt. Aber für die kommenden Taillenkurzen Oberteile kann es als gute Basis dienen.

hollyburn

Wenn ich mir die Bilder allerdings so ansehe, weiß ich nicht so recht. Abgesehen davon dass ich wie ein komisches Fragezeichen dastehe, bin ich mir gerade nicht sicher ob die Farbkombination nicht irgendwie altbacken ist *gruebel* Die Kombination ansich kann ich mir super vorstellen. Kann auch ein ganz tolles Sommeroutfit sein (dann natürlich in passenden Stoffen und Farben) aber diese Braun-Kombination ist … naja irgendwie merkwürdig.

Mehr MeMadeMittwoch findet ihr wie immer hier – klick

MMM 24.2.2016 // Harriet aus La Maison Victor

Ich bin heute auch wieder mit dabei. Und zwar mit einem Kleid, welches ihr später noch als eines meiner 5 Schranklieblinge kennenlernen werdet. Bzw den Schnitt davon.

Es handelt sich um mein Harriet aus der La Maison Victor. Genäht habe ich es beim letzten Weihnachtskleid Sew Along.

Ich liebe es einfach. Da gefällt mir einfach alles. Der taupefarbene Romanitjersey, die feinen Details, der schicke Ausschnitt, der schwingende Rock, …. Und dabei war ich mir anfangs gar nicht so sicher ob wir Freunde werden können.

Es ist zwar nicht selten, dass ich einen Schnitt am Modell oder auf der Zeichnung toll finde, ich finde ihn auch an anderen toll. Aber an mir, sieht es dann nach nichts aus. Nicht so bei Harriet. Das fand ich so toll, dass ich gleich noch eine zweite Version gemacht habe, aus schwarzen Baumwoll-Stretch.

Bei meiner heutigen Variante konnte ich dank des Materials auf einen Reißverschluss verzichten. So war es auch schnell und ohne weitere Änderungen genäht. Ein so-auf-die-Schnelle-Kleid.

Mittlerweile könnte es vielleicht etwas schmaler sein, aber ich finde es noch tragbar. Die Oberweite muss auf jedenfall so bleiben, an der Taille kann ein bisschen was weg.

Und da ich etwas verschnupft bin und es gerne warm habe, habe ich es mit meinem Warmly Wrapped aus der Ottobre  kombiniert. Tolles Teil mit überlangen Ärmeln. Eine witzige Kombination aus Jacke und Schal.

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Und natürlich auch eine Rückenansicht und mein neuer Lieblingsbegleiter – meine Ewa von machwerk.

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Mehr MeMadeMittwoch findet ihr hier. Es begrüßt euch Meike von crafteln. Sie stellt lustigerweise heute auch ihr Weihnachtskleid vor.

 

Style Boot Camp –Bestandsaufnahme 

Bevor es jetzt im Style Boot Camp weiter geht, stand eine aktuelle Bestandsaufnahme an. Der Kleiderschrankinhalt bedarf also einer genauen Analyse.
Schon bevor ich beim Style Boot Camp dabei war, habe ich mir meinen Kleiderschrank genauer vorgenommen. Alles Anprobiert (auch Strumpfhosen und co) und radikal ausgemistet. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die Einen packen aussortierte Teile erstmal in den Keller und die anderen packen alles gleich weg. So ich. Weg damit, es freut sich sicherlich wer über schöne Bekleidung.

Aussortiert habe ich alles was nicht mehr gepasst hat, was Mängel und Defekte aufwies (das natürlich nicht in die Altkleidersammlung) oder ich länger als 1 Jahr nicht angehabt habe. Alles was ich im letzten Jahr angehabt habe, aber mir auf den ersten Blick unpassend zu anderen Teilen im Schrank vorgekommen ist, hat einen eigenen Stapel gefunden und Platz in der Kommode. Die Sachen werde ich mir später nochmal genauer ansehen.

Bekleidung die ich für gut befunden habe, wurde nochmal in „darf bleiben“ und „muss ersetzt werden“ unterteilt. Ersetzt werden müssen Teile, wenn sie wirklich abgetragen sind. So habe ich zwei Kaufoberteile, die wirklich ihre beste Tage hinter sich haben, Pilling aufweisen und etwas aus der Form sind. Aber sie sind so schön, dass ich gerne behalten mag, einfach weil sie sich zu allen kombinieren lassen. Sowas kommt zu „muss ersetzt“ werden.

„Darf bleiben, muss aber angepasst werden“ bildet einen weiteren Stapel. Hier muss evtl was repariert werden oder gekürzt werden. Aber die Teile sind jetzt auch tragbar und kombinationsfreudig.

Ich habe es mir erspart, Kleidung die mir aktuell nicht passt, evtl aber mit 5-10kg weniger wieder passen könnte, zu behalten. Machen wir uns nix vor. Wenn ich wieder abnehme ist das schön und gut. Aber bis dahin nehmen die Sachen nur Platz weg. Und wer weiß ob sie dann noch zu meinem Stil passen oder ich nicht was ganz anderes toll finde.

Während des Ausmistens ist mir aber auch aufgefallen das es Teile gibt, die ich sicherlich nicht nähen werde – neben Unterwäsche gehören auch Strickjacken und Mäntel dazu. Zumindest steht aktuell nix auf dem Plan und ich habe mit dem Nähen von Röcken, Kleidern und Oberteilen erstmal genug zu tun. Die Working horses sind jetzt erstmal mein Ziel. Was nicht heißt, dass ich nicht irgendwann mal einen Trenchcoat oder sowas nähen werde. Aber immer der Reihe nach.

Mein Kleiderschrank ist jetzt übersichtlich leer.

Was durfte Bleiben:
– 2 Harriet Kleider
– 1 Stitch Details Kleid
– 4 Jerseykleider (eher für daheim, da sonst sattgetragen)
– 1 Frau Fannie
– 1 Römö Rock
– Diverse Oberteile
– 3 Jeans (eigentlich 1, aber die zwei anderen passen soweit auch und passen gut zu höheren Schuhen
– 3 Stickjacken

Alles in allem übersichtlich.

Was muss ersetzt werden:
– Mein heißgeliebtes New Boheme aus der Ottobre. Schon in Braun zugeschnitten, aber ich will es unbedingt in Anthrazit nochmal
– Meine Kauf-Shirts aus Feinstrick

Was fehlt:
– Wintermantel – mittlerweile gekauft
– Übergangsjacke – Ich brauche einen Trenchcoat oder ähnliches
– Schuhe, die keine Stiefel sind.
– Röcke, Shirts, Kleider,……

Natürlich ist in den letzten Wochen schon was Neues hinzugekommen
– 2 Simplicity Röcke
– 2 Lindenshirts von grainlinestudios
– 1 Hollyburn Rock
– 1 Strickjäckchen Miette ist in Arbeit

So heute bekommt ihr zur Abwechslung noch ein paar Fotos gezeigt. Mein übersichtlicher Kleiderschrank.

Noch nicht wirklich gut organisiert. Es fehlt noch bissli am System. Ich hätte gern noch so paar Platzsparkleiderbügel für Röcke. Und auch einheitliche Kleiderbügel. Sieht halt schicker aus.

Style Boot Camp – weiter geht’s

Mit meinem Berichten hänge ich etwas hinter her, aber ich möchte euch nicht vorenthalten was bisher im Style Boot Camp passiert ist.

Los geht’s

Was finde ich schön? An Outfits, an Accessoires, an Schuhen…. Usw. Gute Frage.

Aus dem Stehgreif wurden es kanpp 70 Punkte. Und das erste Wort war „Petrol“ – tolle Farbe, gefolgt von Bordeaux, Grau, Schwarz.

Waren es Anfangs noch einzelne Wörter, wurden schnell komplexere Sachen draus:

Die Kombination von Grau und Cognac, eine schöne Rückenlinie mit einer schönen Hüfte. Weiche Stoffe. Gerade Linien. Derbere Stiefel zu eleganteren Stoffen. Rollkragen. V-Ausschnitt. Tücher. ¾ Arm oder überlange Arme. Knöpfe als Verzierungen. Ton in Ton. Harmonische Farben. Als Schmuck eine schlichte silberne Uhr. Ohrstecker in Perle. Gedeckte Farben.

Ich könnte hier noch endlich fortsetzen, aber das sprenge den Rahmen.

Schön finde ich offensichtlich vieles, nur wie finde ich es an mir? Das ist die Frage. Und so probiere ich verschiedene Schnitte und Formen an meiner Figurine aus.

Während des wöchentlichen Check-in zum Style Boot Camp kam die Frage auf, wer bestimmt eigentlich was man tragen darf? Was für eine Figur oder ein Alter angemessen ist? Wirklich eine gute Frage. Und ich muss zugeben, dass ich auf andere und deren Outfit immer ein kritisches Auge habe und mir dann und wann bei verschiedenen Sachen der Satz „Oh das geht ja gar nicht. Hat die keinen Spiegel daheim?“ durch den Kopf schießt.

Wir selber sollten es sein, die bestimmt was wir tragen und worin wir uns wohlfühlen. Aber das ist gar nicht so leicht, wenn man von seiner Umwelt kritische Aussagen hört und abschätzend betrachtet wird. Ich selber gehe mit mir sehr kritisch ins Gericht und hab auch schon oft nach Informationen gesucht, was man mit so einer Apfelform eigentlich tragen darf oder in welchem Farbspektrum ich mich als „Sommertyp“ bewegen darf. Damit soll jetzt Schluss sein. Ich bestimme worin mich mir gefalle und worin ich mich wohlfühle. Wenn das halt schwarz ist, dann ist es halt in Schwarz und wenn es mein Wollrock ist, dann halt der.

In den nächsten Wochen werde ich sicherlich verschiedene Schnitte und Formen testen. An der Figurine und natürlich auch an mir.

Für mich heißt es jetzt den Kreis schließen von dem was ich an Bekleidung und Co schön finde und dem was ich an mir schön finde bzw. wie ich bin. Alexandra meinte, durch mein Fenster hätte sie jetzt ein Bild vor sich und sie wäre gespannt wie es weiter geht. Ja das Fenster, wirklich toll. So schön hell und schlicht. Hell sind die Farben die mir gefallen aber wahrlich nicht. Im Gegenteil. Aber meine Wohnung ist hell. Die Wände im Wohnzimmer erstrahlen in Pearl und schimmern leicht silbern wenn die Sonne drauf fällt. Die Möbel sind hell, das Sofa weiß und alles ohne Verzierungen oder ähnlichen. Gerade Formen.

Passt denn das Bild das Alexandra von mir hat auch zu dem wie ich bin? Oder sind das zwei verschiedene paar Stiefel. Ich gebe zu, ich bin leicht verunsichert.

Bin gespannt wie es weiter geht.