Erste Gedanken zum Style Boot Camp

Weiter geht es. Gestern habe ich euch schon von meiner Teilnahme beim #projektbrotundbutter von siebenhundertsachen  berichtet. Und wie ihr schon wisst, möchte ich dieses tolle Projekt bei dem wir dazu angehalten werden Alltagskleidung zu nähen mit meiner Teilnahme am #stylebootcamp von mamamachtsachen kombinieren.

Ich habe mich recht kurz entschlossen beim #stylebootcamp mitzumachen. Eigentlich war es ja schon gestartet. Und mein Entschluss kam ungefähr so: Die letzten Tage daheim, der Sohnemann schläft bis 9 Uhr und ich bin ausgeruht. Ich schiebe den Kleiderschrank auf und seufze. Schnappe mir eine Art Feenkostüm (alte Joggingbuxe und Sweatjacke vom Liebsten) und beschließe Kahlschlag zu machen. Zack zwei blaue Säcke. In einen stopfe ich Umstandskleidung und in den anderen alles was mir vor der Schwangerschaft gepasst hat und jetzt nicht mehr passt, alles was ich satt gesehen und getragen habe und alles was ich nur noch als Alibi im Schrank hatte. Bähm…. übrig geblieben ist ein fast leerer Kleiderschrank und der Gedanke: So geht das nicht weiter. Abhilfe muss her. Und da kam mir das #stylebootcamp gerade richtig.

Alexandra war so nett mich noch aufzunehmen und mir gleich die Unterlagen zuzuschicken und los ging es.

Ich werde nicht auf alle Fragen im Rahmen des #stylebootcampes eingehen, nur auf die ich für wichtig halte.

Wie will ich mich in meiner Kleidung fühlen? „Nicht wie eine Mutti!“ war mein erster Gedanke. Und jetzt bitte kein Aufschrei durch die Menge. Versteht mich nicht falsch, ich bin sehr gerne Mama, aber manche tragen das so nach außen, dass ich mich frage ob die einen Spiegel daheim haben. Ich bin nämlich nicht nur Mama. Ich bin z.B. auch Frau und Partnerin. Und deswegen soll meine Kleidung meine Vorzüge betonen ohne mich einzuengen und gleichzeitig so bequem sein, dass ich damit mit dem Racker durch die Gegend fegen kann.

Ich bevorzuge Stoffe mit Stretch. Weich müssen sie sich anfühlen und ich möchte mich gut ummantelt fühlen. Ich mag Baumwolle und Jersey.

Als faule Socke packe ich alles in die Maschine und ich bin nicht zimperlich. Also maschinentauglich und pflegeleich

Und kleidungstechnisch gibt es mich auch zweimal. In den kühleren Jahreszeiten und dem Übergang trage ich gern Röcke, Kleider in dunklen Farben kombiniert mit Stiefeln. Im Sommer mag ich lässige Hosen in helleren Farben, dazu schlichte Shirts.

Und dann kam eine Frage mit der hatte ich nicht gerechnet und die hat mir auch am meisten Probleme bereitet. Die Frage danach was ich schön finde.

Wenn ich ehrlich sein soll, drehen sich nämlich meine Gedanken ständig um Outfits, Stoffe und Co. Ich gehe zwar mit offenen Augen durch die Gegend, aber so richtig Gedanken habe ich mir darüber nie gemacht.

Gestern abend sitze ich also beim Abendessen und blicke mich um und schaue in mein Fenster und da war sie, die Antwort auf die Frage. Ich finde mein Fenster schön. Haha und jetzt höre ich euch schon auflachen. Hab ich auch gemacht. Dann beschreibe ich mal mein Fenster.

Weiß, ganz klar. Ein Butterbrot-Tüten-Stern hängt noch darin. Es steht eine Orchidee darin, die gerade Knospen treibt und noch ein anderes sehr schmalblättriges Grünzeug (Name vergessen). Beide Pflanzen stehen in weißen schnörkellosen Blumentöpfen. Dazu stehen drei Kerzenständer mit weißen Kerzen und ein paar Kristalle auf dem Fensterbrett. Und das ist es. Ich mag das klare, schlichte. Das helle und kühle. Dabei mag ich an mir selber eher gedeckte Farben wie petrol, blau, schwarz, grau, dunkles rot oder ähnliches.

Ich werde mir in ein paar Tagen meinen Post nochmal durchlesen und meine nächsten Gedanken dazu verfassen und euch natürlich auch ein Bild von meinem Fenster nachliefern.

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Projekt Brot und Butter – Erstes Treffen: Bestandsaufnahme

Siebenhundertsachen hat aufgerufen: Projekt Brot und Butter. Ein offener Sew Along der mir gerade Recht kommt.

Nachdem ich dem Ruf von mamamachtsachen Style Boot Camp gefolgt bin, habe ich mich dazu entschlossen beides zu verbinden und so am Ende einen Grundstock an neuer kombinierfreudiger und kombinierfähiger Bekleidung zu haben. Denn daran fehlt es mir.

Morgen fängt er ein mein neuer Abschnitt im Leben. Nach 15 Monaten gehe ich wieder arbeiten und musste mit Entsetzen feststellen, dass ich eigentlich nichts mehr im Schrank habe. Einzelteile, die für sich ganz hübsch sind, aber irgendwie nicht untereinander kombinierbar.

Meine Bestandsaufnahme ist sehr übersichtlich: 4 Kleider, 2 leidlich passende Kauf-Jeansröcke, eine Handvoll Oberteile, diverse Kauf-Cardis. That’s it! Oh nein, eine graue Kaufjeans.

Und was soll ich sagen, es ist so wenig, weil ich mich gerade in allem anderen nicht mehr sehen kann. Also hab ich alles ausrangiert. Okay, dass ich figürlich in den ein oder andere Teil nicht mehr passe, spielte natürlich auch eine Rolle.

Was ist also gefragt? Das #projektbrotundbutter ruft zum nähen alltagstauglicher Kleidung auf. Und davon habe ich gerade wenig bis gar nichts.

Was Kleidung für mich bedeutet und worauf ich Wert lege und legen möchte, werde ich euch im Bericht über das #stylebootcamp erzählen. In der kommenden Zeit werden beide Projekte Hand in Hand gehen.

Im Rahme dieses Sew Alongs werde ich versuchen – mit meinen Erkenntnissen aus dem #stylebootcamp – mir folgende Teile zu nähen:

  • 1 Jeansrock
  • 1 etwas edleren Rock
  • 1 Kleid
  • 3 Oberteile

Das sollte zu schaffen sein. Jedes Teil was dazu kommt, zählt als Blick und darf nur genäht werden, wenn es irgendwie mit dem Rest kombinierbar ist.

Eigentlich wollte ich mich immer an eine gut sitzende Skinny-Jeans oder einen Blazer wagen. Eigentlich – denn ich befürchte meine Zeit wird etwas spärlich sein in der nächsten Zeit. Deswegen wäre das ein großes Plus für mich, aber ist aktuell kein muss.

Alle Teile müssen sowohl im Büro als auch Spielplatztauglich sein. Kann nämlich vorkommen, dass ich meinen kleinen Racker von der Tagesmutter abhole und noch am Spielplatz halt mache.

Das als erster grober Plan.

Gut möglich dass sich daran etwas ändern kann. Nämlich dann wenn ich im #stylebootcamp etwas über mich und meine Kleidung lerne was ich bisher noch nicht wußte bzw mir noch nicht bewußt war.

Vorrangig möchte ich für beide Projekte Stoffe verwenden, die ich schon vorrätig habe. Ich scheue mich aber auch hier nicht davor Stoffe radikal auszumisten und das Nähjahr recht clean zu starten.

So und jetzt geht es los. Siebenhundertsachen, vielen Dank für die Idee und die Organisation.

Weihnachtskleid Sew Along 2015 – Finale

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Es ist soweit – heute präsentieren alle tollen Teilnehmer/innen ihre Weihnachtskleider 2015. Und ich freu mich so.

Ich danke dem lieben MeMadeMittwoch Team für die Organisation und freue mich jedes Mal wie ein Schnitzel wenn ich teilnehmen kann und ich freu mich über einen gelungenen Jahresabschluss und jede Menge gut gekleideter Damen. Vielen Dank.

Der diesjährige Weihnachtskleid Sew Along verlief ja mal wieder ganz anders als ich es geplant hatte. Schlussendlich konnte ich in der letzten Woche noch richtig gut aufholen. Ich hab hinter einander weg arbeiten können und so macht es natürlich auch viel mehr Spaß.

Genäht habe ich das Kleid „Harriet“ aus der La Maison Victor (Ausgabe November/Dezember 2015). Und damit war ich nicht alleine. Ganz zauberhafte Versionen hat Dana von Feinstöfflich  und auch die tolle Katharina sewing addicted [*nähsucht] genäht. Hier muss ich später noch etwas beichten. Denn ich bin ein Trittbrettfahrer. Aber später mehr.

Mein größtes Problem bestand eigentlich darin passenden Stoff zu finden. Eigentlich nicht so schwer, allerdings wollte ich ja nix kaufen. Puh … nicht so leicht. Weil ich überall nur komische Stofflängen da hatte. Letztendlich habe ich mich für einen taupefarbenen Romanit Jersey entschieden. In Ermangelung von Stoff ohne Taschen.

Und weil ich nicht schon wieder Stoff für die Rundablage produzieren wollte, habe ich aus Nesselstoff vom Möbel-Schweden ein Probekleid genäht. Geändert habe ich nix bis auf die üblichen Verdächtigen – Taille 2.5 cm höher und Hohlkreuzanpassung. Und da ich noch nix aus der La Maison Victor genäht habe, habe ich mich für Größe 42 entschieden und ordentlich Nahtzugabe gegeben, Frau weiß ja nie.

Ohne große Erwartungen anprobiert und voila: Sitzt ja echt ganz ordentlich. Also los. Ran an den taupefarbe Romanit.

Ich muss sagen, das Nähen hat mir richtig richtig Spaß gemacht. Es tat so gut. Die Anleitung ist sehr gut beschrieben und ausführlich. Einfach nur folgen und ein schönes Kleid haben.

So und hier ist – mein diesjähriges Weihnachtskleid.

Ich find den Romanit-Jersey ganz toll dazu. So richtig weihnachtlich. Bequem und trotzdem edel. Aufgrund seiner Beschaffenheit konnte ich mir auch den Reißverschluss sparen.

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So und jetzt mein Trittbrett-Fahrer-Kleid. Katharina von Sewing Addicted ist dran Schuld bzw ihr Probekleid. Sie hat ein Harriet aus schwarzer Baumwolle genäht. Und ich finde es traumhaft. Ich bin wirklich begeistert davon. Nachdem mir mein erstes Harriet so gut gefallen hat, hatte ich ja über eine zweite Version aus Stretch-Gabardine nachgedacht. Oberteil grau, Rockteil schwarz. Aber dann hab ich dieses schlichte Baumwollkleid gesehen und wollte auch unbedingt so eins haben. Tja…das Stoffkaufverbot gilt ja auch fürs zweite Kleid. Also hab ich mich hingesetzt und überlegt. Und dann meinen ganzen Stoffschrank umgegraben und tatsächlich ausreichend schwarze Baumwolle mit ganz leichtem Stetchanteil gefunden. Keine Ahnung was das mal werden sollte. Egal… ran ans zweite Kleid. Dank des schon angepassten Schnittes ging auch alles recht fix.

Und ich muss sagen, es ist jetzt schon ein Lieblingskleid geworden. Ich weiß gar nicht warum ich solche Abneigung gegen Baumwolle hatte. Es ist einfach nur toll. Ich mag den Stand des Stoffes und das es damit ganz anders aussieht als die taupefarbene Version. Es ist bequem, es ist simple mit richtig Schick. Es ist MEIN Kleid.

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Nochmal vielen Dank für die tolle Organisation. Jetzt freu ich mich auf die anderen schönen Kleider und schaue im Finale vorbei – klick.

Ich wünsche Euch und Euren Familien ein schönes Fest und ruhige und stille Weihnachtsfeiertage.

 

Weihnachtskleid Sew Along 2015 – Teil 3 und 4

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Puh…endlich komme ich auch zum posten und viel wichtiger zum nähen. Irgendwie läuft hier so viel parallel und ich hänge stark hinterher.

Aber heute hab ich Zeit und so qualmt hier hier Maschine und mir das Köpfchen. Es geht aber voran. Aber von „Fertig mit Kleid 1, 2 oder gar 3“ noch sehr sehr weit entfernt.

Ich habe erstmal ein Nesselmodel erstellt. Ich bin ja sonst eher faul was das anbelangt, habe aber doch schon gute Erfahrungen damit gemacht. Und damit ich nicht wieder so viel Stoff zum Wegwerfen habe, diesmal also wieder mit Nesselprobe. Und was soll ich sagen. Es sitzt.

Achso, ich hab mich jetzt für das Kleid „Harriet“ aus der La Maison Victor entschieden. Sitzt echt schick. Ein doch eher ungewohnter Schnitt für mich aber sehr toll.

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Jetzt steht nur noch die Stoffauswahl zur Frage. Ich bin ehrlich gesagt etwas hin- und hergerissen. Und auch irgendwie in den Möglichkeiten begrenzt, weil ich unbedingt Stoffe aufbrauchen will und nichts neues kaufen wollte.

Zur Wahl stehen 2 Romanit-Jersey. Ein bräunlicher Ton und ein Grauton. Schön fest, aber doch weich und nicht so steif. Fällt schwer. Und dann habe ich noch Stretch-Gabardine. Schwarz, ehrlich gesagt doch bissli öde und so ein melierter Grau-Schwarz-Ton. Ich habe sogar schon überlegt. Das Oberteil inklusive Taillenbund in grau-meliert zu machen und das Rockteil aus Schwarz. Dann hat das was. Leider reicht der grau-schwarze Stoff nicht mehr für ein komplettes Kleid aus.

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So und jetzt wird verlinkt und zwar bei den tollen Organisationen des Weihnachtskleid Sew Alongs 2015 auf dem MeMadeMittwoch Blog – klick

Weihnachtskleid Sew Along 2015 – Teil 2: Stoff- und Schnittvorstellung

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Da sind wir wieder. Auch wenn die letzte Woche sehr aufregend war und wir mit Feiern beschäftigt waren, so konnte ich mir doch im ganzen Gewusel Gedanken über mein diesjähriges Weihnachtskleid machen.

Ihr erinnert euch vielleicht das ich letztes Woche noch recht unentschlossen war und eigentlich ein Kleid mit schwingendem Rockteil machen wollte. Nunja…mal schauen ob es was geworden ist.

Die Entscheidung ist noch nicht ganz gefallen. Eins steht allerdings fest, ich muss Stoff abbauen und deswegen musste ich erstmal schauen was für Stoff ich überhaupt da habe.

Folgende Stoffe und Schnitt stehen zur Wahl. Verschiedene Schnitte aus den letzten beiden La Maison Victor und dann die schon lange geplanten Schnitte Peony von Colette Pattern und Simplicity 7619

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Und in Kombination mit den Stoffen sieht es dann so oder ähnlich aus:

Kleid „Ariel“ aus einem nicht ganz so festen Romanit Jersey

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Kleid „Harriet“ aus der aktuellen La Maison Victor aus Romanit Jersey

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Simplicity aus minimal dehnbaren Webstoff in Grau
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Und Kleid „Lora“ aus Romanit Jersey

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Der leicht dehnbare Webstoff hätte sicherlich auch für andere Kleider gepasst, aber ich hab bezweifel, dass er reicht. Ich nehme jetzt erstmal die Schnitte ab und passe an. Dann schau ich wo ich genügend Stoff dafür habe.

Wenn ich ehrlich bin, hatte ich auch noch das „Kleine Schwarze“ von Guido Maria Kretschmar im Blick. Aber dafür werde ich wohl keinen Stoff haben bzw finden. Dazu stelle ich mir den gleichen Stoff vor aus dem mein Weihnachtskleid 2013 war. Mal schauen ob ich den bekomme.

Wie ich beim durchschauen der anderen Blogs gesehen habe, sind meine auserwählten Kleider auch bei anderen sehr begehrt. Und ich bin sehr gespannt was jeder einzelne daraus macht.

So jetzt geh ich noch eine Runde bei meinen Mitstreitern schauen und dann geht es auch bei mir in großen Schritten voran. Schaut doch auch dabei – klick