Style Boot Camp –Bestandsaufnahme 

Bevor es jetzt im Style Boot Camp weiter geht, stand eine aktuelle Bestandsaufnahme an. Der Kleiderschrankinhalt bedarf also einer genauen Analyse.
Schon bevor ich beim Style Boot Camp dabei war, habe ich mir meinen Kleiderschrank genauer vorgenommen. Alles Anprobiert (auch Strumpfhosen und co) und radikal ausgemistet. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die Einen packen aussortierte Teile erstmal in den Keller und die anderen packen alles gleich weg. So ich. Weg damit, es freut sich sicherlich wer über schöne Bekleidung.

Aussortiert habe ich alles was nicht mehr gepasst hat, was Mängel und Defekte aufwies (das natürlich nicht in die Altkleidersammlung) oder ich länger als 1 Jahr nicht angehabt habe. Alles was ich im letzten Jahr angehabt habe, aber mir auf den ersten Blick unpassend zu anderen Teilen im Schrank vorgekommen ist, hat einen eigenen Stapel gefunden und Platz in der Kommode. Die Sachen werde ich mir später nochmal genauer ansehen.

Bekleidung die ich für gut befunden habe, wurde nochmal in „darf bleiben“ und „muss ersetzt werden“ unterteilt. Ersetzt werden müssen Teile, wenn sie wirklich abgetragen sind. So habe ich zwei Kaufoberteile, die wirklich ihre beste Tage hinter sich haben, Pilling aufweisen und etwas aus der Form sind. Aber sie sind so schön, dass ich gerne behalten mag, einfach weil sie sich zu allen kombinieren lassen. Sowas kommt zu „muss ersetzt“ werden.

„Darf bleiben, muss aber angepasst werden“ bildet einen weiteren Stapel. Hier muss evtl was repariert werden oder gekürzt werden. Aber die Teile sind jetzt auch tragbar und kombinationsfreudig.

Ich habe es mir erspart, Kleidung die mir aktuell nicht passt, evtl aber mit 5-10kg weniger wieder passen könnte, zu behalten. Machen wir uns nix vor. Wenn ich wieder abnehme ist das schön und gut. Aber bis dahin nehmen die Sachen nur Platz weg. Und wer weiß ob sie dann noch zu meinem Stil passen oder ich nicht was ganz anderes toll finde.

Während des Ausmistens ist mir aber auch aufgefallen das es Teile gibt, die ich sicherlich nicht nähen werde – neben Unterwäsche gehören auch Strickjacken und Mäntel dazu. Zumindest steht aktuell nix auf dem Plan und ich habe mit dem Nähen von Röcken, Kleidern und Oberteilen erstmal genug zu tun. Die Working horses sind jetzt erstmal mein Ziel. Was nicht heißt, dass ich nicht irgendwann mal einen Trenchcoat oder sowas nähen werde. Aber immer der Reihe nach.

Mein Kleiderschrank ist jetzt übersichtlich leer.

Was durfte Bleiben:
– 2 Harriet Kleider
– 1 Stitch Details Kleid
– 4 Jerseykleider (eher für daheim, da sonst sattgetragen)
– 1 Frau Fannie
– 1 Römö Rock
– Diverse Oberteile
– 3 Jeans (eigentlich 1, aber die zwei anderen passen soweit auch und passen gut zu höheren Schuhen
– 3 Stickjacken

Alles in allem übersichtlich.

Was muss ersetzt werden:
– Mein heißgeliebtes New Boheme aus der Ottobre. Schon in Braun zugeschnitten, aber ich will es unbedingt in Anthrazit nochmal
– Meine Kauf-Shirts aus Feinstrick

Was fehlt:
– Wintermantel – mittlerweile gekauft
– Übergangsjacke – Ich brauche einen Trenchcoat oder ähnliches
– Schuhe, die keine Stiefel sind.
– Röcke, Shirts, Kleider,……

Natürlich ist in den letzten Wochen schon was Neues hinzugekommen
– 2 Simplicity Röcke
– 2 Lindenshirts von grainlinestudios
– 1 Hollyburn Rock
– 1 Strickjäckchen Miette ist in Arbeit

So heute bekommt ihr zur Abwechslung noch ein paar Fotos gezeigt. Mein übersichtlicher Kleiderschrank.

Noch nicht wirklich gut organisiert. Es fehlt noch bissli am System. Ich hätte gern noch so paar Platzsparkleiderbügel für Röcke. Und auch einheitliche Kleiderbügel. Sieht halt schicker aus.

Auf den Nadeln {Februar}

Schon wieder ist ein Monat rum. Und wieder heißt es bei maschenfein.de {Auf den Nadeln}

Tja und ich war fleißig und wieder doch nicht. Viel verändert hat sich an meinen Projekten nicht. Wobei, das ist nicht richtig. Alles was ich eh nicht fertig bekommen werde und wozu ich im Prinzip keine Lust habe, habe ich wieder aufgetrennt und die Wolle verstaut. So wanderten Projekte wie Armstulpen, Mützen und Co in Tüten. Ihre Zeit kommt noch.

Auf den Nadeln ist geblieben mein Plain und Simple Pullover. Zwar weiter gestrickt, aber immer noch nicht fertig. Ich muss zugeben, es ermüdet mich etwas, dieses Projekt. Jetzt hat es sich so lange hingezogen, dass ich keine Lust mehr habe. Wäre er fertig, würde ich ihn sicherlich täglich tragen, weil er einfach perfekt zu meinen Style passen würde (Style Boot Camp sei dank)

Neu hinzugekommen ist meine Miette von Andi Satterlund. So ein tolles Jäckchen. Super schnell zu stricken. Aber ich merke, dass ich sowas bisher nicht gestrickt habe und mein Gebiet sonst die Tücher sind. Ich habe Miette jetzt nämlich schon zum dritten Mal gestartet. Immer kurz vor Schluss haben sich Mängel aufgetan. Gestern war ich so stolz, dass ich fast fertig war. Im Stricktreff dann der Austausch mit den Profis und was soll ich sagen, ich hab direkt nochmal angefangen.

Ich gebe zu, ich wollte schon neue Wolle kaufen und das schöne Merino+ von Lang yarn in ganz dunklem rot, fast schon lila in die Ecke packen. Einfach weil ich mittlerweile etwas demotiviert war. Aber mit Hilfe der Profis und gutem Zureden, habe ich mich doch dazu entschlossen, die Miette jetzt fertig zu machen.

Gestern also neu gestartet.

Mal abgesehen davon, dass ich jetzt schon zum dritten Mal anfange, ist Miette ein ganz großartiges Projekt. Top-Down gestrickt, kommt das kurze Taillienjäckchen ohne Nähte aus, Raglanärmel und ein dezentes Lochmuster machen sie einfach zu etwas besonderem. Und was am Besten ist, das Strickmuster ist for free.

Ich habe die Maschen für 42″ angeschlagen. Den Anschlag habe ich nicht wie üblich gemacht, sondern aufgestrickt. So entfiel das lästige überlegen ob denn der Faden beim Anschlagen auch ausreicht. Hat auch einen weiteren Vorteil, es ist etwas elastischer als der übliche Anschlag und ich kann später leichter Maschen für das Bündchen aufnehmen.

Miette - Langyarns Merino+_1

Miette - Langyarns Merino+

Miette - Langyarns Merino+_2

Was bei den anderen fleißigen Strickern im Februar auf den Nadeln ist, findet ihr hier

Style Boot Camp – weiter geht’s

Mit meinem Berichten hänge ich etwas hinter her, aber ich möchte euch nicht vorenthalten was bisher im Style Boot Camp passiert ist.

Los geht’s

Was finde ich schön? An Outfits, an Accessoires, an Schuhen…. Usw. Gute Frage.

Aus dem Stehgreif wurden es kanpp 70 Punkte. Und das erste Wort war „Petrol“ – tolle Farbe, gefolgt von Bordeaux, Grau, Schwarz.

Waren es Anfangs noch einzelne Wörter, wurden schnell komplexere Sachen draus:

Die Kombination von Grau und Cognac, eine schöne Rückenlinie mit einer schönen Hüfte. Weiche Stoffe. Gerade Linien. Derbere Stiefel zu eleganteren Stoffen. Rollkragen. V-Ausschnitt. Tücher. ¾ Arm oder überlange Arme. Knöpfe als Verzierungen. Ton in Ton. Harmonische Farben. Als Schmuck eine schlichte silberne Uhr. Ohrstecker in Perle. Gedeckte Farben.

Ich könnte hier noch endlich fortsetzen, aber das sprenge den Rahmen.

Schön finde ich offensichtlich vieles, nur wie finde ich es an mir? Das ist die Frage. Und so probiere ich verschiedene Schnitte und Formen an meiner Figurine aus.

Während des wöchentlichen Check-in zum Style Boot Camp kam die Frage auf, wer bestimmt eigentlich was man tragen darf? Was für eine Figur oder ein Alter angemessen ist? Wirklich eine gute Frage. Und ich muss zugeben, dass ich auf andere und deren Outfit immer ein kritisches Auge habe und mir dann und wann bei verschiedenen Sachen der Satz „Oh das geht ja gar nicht. Hat die keinen Spiegel daheim?“ durch den Kopf schießt.

Wir selber sollten es sein, die bestimmt was wir tragen und worin wir uns wohlfühlen. Aber das ist gar nicht so leicht, wenn man von seiner Umwelt kritische Aussagen hört und abschätzend betrachtet wird. Ich selber gehe mit mir sehr kritisch ins Gericht und hab auch schon oft nach Informationen gesucht, was man mit so einer Apfelform eigentlich tragen darf oder in welchem Farbspektrum ich mich als „Sommertyp“ bewegen darf. Damit soll jetzt Schluss sein. Ich bestimme worin mich mir gefalle und worin ich mich wohlfühle. Wenn das halt schwarz ist, dann ist es halt in Schwarz und wenn es mein Wollrock ist, dann halt der.

In den nächsten Wochen werde ich sicherlich verschiedene Schnitte und Formen testen. An der Figurine und natürlich auch an mir.

Für mich heißt es jetzt den Kreis schließen von dem was ich an Bekleidung und Co schön finde und dem was ich an mir schön finde bzw. wie ich bin. Alexandra meinte, durch mein Fenster hätte sie jetzt ein Bild vor sich und sie wäre gespannt wie es weiter geht. Ja das Fenster, wirklich toll. So schön hell und schlicht. Hell sind die Farben die mir gefallen aber wahrlich nicht. Im Gegenteil. Aber meine Wohnung ist hell. Die Wände im Wohnzimmer erstrahlen in Pearl und schimmern leicht silbern wenn die Sonne drauf fällt. Die Möbel sind hell, das Sofa weiß und alles ohne Verzierungen oder ähnlichen. Gerade Formen.

Passt denn das Bild das Alexandra von mir hat auch zu dem wie ich bin? Oder sind das zwei verschiedene paar Stiefel. Ich gebe zu, ich bin leicht verunsichert.

Bin gespannt wie es weiter geht.

 

MMM 3.2.2016 // Hollyburn aus dunkelblauem Wollstoff

Heute habe ich einen meiner neuen Röcke an. Den Hollyburn von Sewaholic. Und ich muss zugeben wir hatten keinen leichten Start.

Ich hab ihn ja schon seit geraumer Zeit bei anderen Nähnerds bestaunt. Froebelina hat eine super schöne Version. Bei Santa Lucia hab ich ne tolle Version bestaunt. Und auch Wiebke hat immer wieder tolle Hollburn Röcke im Angebot. Also ich brauchte unbedingt auch einen.

Im Zuge von #stylebootcamp und #projektbrotundbutter bot sich direkt die Gelegenheit endlich mal neue Wege zu gehen und in meinen Augen endlich Zeit den Hollyburn zu nähen.

Ich hab mich für Version C entschieden. Ich muss aber zugeben, dass mir das echt schon bissli zu puschelig um die Hüften ist und ich den nächsten Hollyburn in einer schmaleren Version zuschneiden werde. Aber für diesmal sollte es Version C sein.

Voll motiviert hab ich losgelegt. Mir einen Formbund dazu konstruiert und Futter gemacht. War vollkommen begeistert von der Art der Taschen und wie leicht er zu nähen ist. Ruck zuck fertig, zieh ihn an und….. OMG was ist das denn? Ne sowas zieh ich nicht an, schade um den Stoff.

Ausgezogen und in die Ecke gepfeffert. Geht ja mal GAR NICHT

Und da lag er und lag er. Irgendwann fiel er mir wieder in die Hände und ich dachte okay, gib ihm eine Chance. Also hab ich versucht zu erörtern warum ich mir wie meine eigene Großmutter in dem Rock vorkam. Das er nicht unbedingt ein Figurschmeichler ist, wußte ich irgendwie vorher.

Er saß mir einfach zu sehr auf Taille. Also den Formbund weiter gemacht. Hm…schon besser aber viel zu lang. Also habe ich den Rock radikal eingekürzt und tadaaa… sieht ganz gut aus.

Gestern habe ich mir noch ein altes Shirt (Schmaler Rolli von Burda) von mir vorgeknöpft. Die Nähte waren noch ohne Overlock genäht. Das aufgetrennt und mit der Overlock nochmal vernäht. Dazu die Länge auf Hollyburn-tauglich angepasst und tja so war ich unterwegs heute.

Der Stoff ist ein Wollstoff in Blau-meliert. Gut abgelagert.

Hollyburn

Oh so von der Seite sieht der Saum ungleich aus. Nunja beim Nächsten ist dann auch ein Rockabrunder im Haus und sowas passiert dann hoffentlich nicht mehr. Der nächste Hollyburn wird auch in einer schmaleren Version zugeschnitten.

Rock: Hollyburn
Größe: 14
Änderungen: gekürzt auf Größe 0

Und jetzt schau ich beim heutigen MeMadeMittwoch vorbei. Den ganzen Tag freu ich mich schon drauf.

Projekt Brot und Butter – Zweites Treffen: Der Plan

Heute ist es soweit. Zweites Treffen in #projektbrotundbutter. Ganz toll organisiert von siebenhundersachen 

Es geht um den Plan, den wir hoffentlich schon haben. Es wird also konkret. Welche Schnitt und welche Stoffe. Was ist schon alles da? Was fehlt noch? Schon fertig und nähbereit?

Ich bin so in der Mitte. Ich habe für einiges schon Stoff da, aber ich muss, gerade für Shirts auch noch einkaufen gehen. (Natürlich nur mit meinem schlauen Büchlein)

Der ursprüngliche Plan sah ja folgendes vor:

  • 1 Jeansrock
  • 1 etwas edleren Rock
  • 1 Kleid
  • 3 Oberteile

Mitterweile hab ich das etwas abgelehnt. Auch weil ich über das StyleBootCamp ganz andere Sachen ausgemacht habe, die ich toll finde.

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Da ich auch radikal Schnittmuster ausrangiert habe, muss ich eh bei vielen von neuen anfangen und werde deshalb auch gleich ein paar neue Schnitte probieren.

Bei den Oberteilen ist das Linden Sweatshirt schon bei mir eingezogen, das Renfrew als Schnittmuster und dann ganz rechts die Miette als Jäckchen.

Rocktechnisch habe ich beschlossen neben dem edlen Rock und dem Jeansrock noch zusätzlich einen Rock zu nähen. Wobei ich zugeben muss, dass es mir Simplicity 2451 so angetan hat, dass ich damit wohl in die Serienproduktion gehen werde. Obwohl ich doch manchmal Skrupel habe mich so an einem Schnitt festzuhalten und nicht immer mal was neues zu probieren. Der Hollyburn Rock gefällt mir auch immer besser und so liegt da auch schon ein zweiter zum Zuschnitt parat.

Für alle kommenden Röcke brauche ich nichts mehr shoppen. Alles da. Gerade an Rockstoffen mangelt es mir nicht.

Stoffe für Shirts sind noch nicht so viel vorhanden, aber ich war schon fleißig einkaufen und habe diverse Jersey gekauft und wie ihr vielleicht schon wisst auch einen ganz tollen Viskose-Wolle-Strick, der wirklich ganz toll ist.

Was brauche ich sonst noch: Jäckchen. Gerade auch passend zum Hollyburn Rock. Auch deswegen habe ich mich jetzt endlich an Miette gesetzt. Die hab ich schon sei 17 Monaten bei ravelry in meinen Favoriten aber irgendwie nicht angefangen, Jetzt schon.

Farblich sind die Oberteil-Stoffe aktuell so vertreten

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Die Bilder sind recht farbtreu und ich habe echt versucht alles zueinander passen zu lassen.

Auch wenn diese Woche nicht so produktiv war, ich habe schon genäht. Von meinen Röcken habe ich drei schon abstreichen können und auch 1 Oberteil (Lindenshirt) ist schon fertig. In allen Teilen fühle ich mich sehr wohl.

Rockparade

Laut altem und auch neuem Plan fehlt noch ein Kleid. Tjaaaa da ist die Frage welchen Schnitt ich wählen soll. Eigentlich wollte ich noch ein Harriett nähen. Aber dann hat mich Siebenhundertsachens Telisabie einfach nur begeistert. Genau so stell ich mir ein Kleid vor. Aber ich müsste mir erst die Kleider zusammen kaufen oder suchen was ähnlich vom Schnitt her ist. Dauert also noch bis da ein Bildchen auf dem Plan ist.

Meinen Plan werde ich wohl immer mal wieder anpassen. Auch Outfit-Bilder und Kombinationen posten. Es bleibt also spannend. Endgültig ist das nämlich alles noch nicht. Ich brauch nämlich eigentlich viel mehr, als meine Liste sagt. Nämlich: Hosen, Blazer, Blusen, noch mehr Shirts……

Jetzt bin ich gespannt wie der Plan der Anderen aussieht und schaue direkt bei Projetktbrotundbutter vorbei.